Leistenoperation

Stationäre Operationen der Leiste

Leistenbruch

Heutzutage wird in den meisten Fällen zum Verschluss eine Leistenbruches ein Kunststoffnetz zur Bauchwandverstärkung bzw. –abdeckung benutzt. Hierbei bieten sich zwei Verfahren an – das konventionelle, offene Verfahren und das endoskopische, minimalinvasive Verfahren, die ich beide seit über 25 Jahren durchführe. Bei den von mir bisher über 2000 durchgeführten Operationen an der Leiste ist mir bisher keine echte Komplikation bekannt geworden. Die Gefahr, dass zu einem späteren Zeitpunkt wieder eine Leistenbruch (Rezidiv) auf der operierten Seite auftritt liegt bei 1%. Nachblutungen die nachoperiert werden mussten oder Wundinfektionen traten überhaupt nicht auf.

Alle Eingriffe werden vom Hautschnitt bis zum Wundverschluss durch mich persönlich durchgeführt. Es findet keine Ausbildung von Assistenten statt. Außerdem ist noch zu erwähnen, dass ich bei der endoskopischen Methode ein speziell gewebeschonendes Verfahren verwende (von mir entwickelt), welches sonst in anderen Krankenhäusern nicht durchgeführt wird, da dieses für den Operateur zeitaufwendiger ist.

Die Entscheidung sich für die eine oder andere Operationsmethode zu entscheiden, sollte im Gespräch mit dem Patienten individuell getroffen werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Kriterien:

Offenes Verfahren (z.B. OP nach Lichtenstein):

  • 6 cm langer Hautschnitt in der Leiste
  • Der Defekt in der Bauchdecke kann durch eine Naht verschlossen werden
  • Das Kunststoffnetz ist normal 8x5 cm groß und wird durch die Nähte fixiert
  • Ein zusätzliches Samenstranglipom kann problemlos entfernt werden
  • Samenstranggebilde bei Männern müssen freipräpariert werden
  • Als Narkoseform ist die Spinalanästhesie und Vollnarkose möglich
  • Geringer technischer Aufwand
  • Narben (nach Blinddarmentfernung, Sectio oder Prostata-Op) stören nicht
  • Nach der Operation meistens auftretende Schwellung durch Serom (Ansammlung von Lymph- und Gewebeflüssigkeit)

Endoskopisches Verfahren (MIC):

  • Drei kleine Hautschnitte 0,3 – 1,5 cm
  • Der Defekt in der Bauchdecke wird durch das Kunststoffnetz abgedeckt (Risiko für einen erneuten Leistenbruch ist bei großen, direkten Defekten relativ groß)
  • Das Kunststoffnetz ist 10x15 cm groß und wird in der Regel nicht extra fixiert
  • Als Narkoseform ist nur Vollnarkose möglich
  • Hoher technischer Aufwand
  • Narben (nach Blinddarmentfernung, Sectio oder Prostata-Op) können stören und zum Umstieg auf das offene Verfahren zwingen
  • Serome nach der Operation treten nicht auf

Die genannten Operationen werden belegärztliche von mir in der Sophienklinik Vahrenwald als auch in der Eilenriedeklinik in Hannover durchgeführt. In welcher Klinik die Eingriffe erfolgen können, hängt von Ihrer Versicherung ab.